Schach, mein erstes ernsthaftes Hobby!

Kleine Schach-Biographie

è inkl. Links zu Anekdoten usw. rechts


Mein Vater begleitete mich im Sommer oft ins Strandbad am Greifensee, denn ich war eine richtige Wasserratte. Dort spielte er dann aber meistens mit einem Bekannten auf einem kleinen Reisebrett Schach.

 

Nachdem ich ihn immer öfter nach Zügen usw. löcherte, beschloss er, mir und meinen älteren Brüdern das Schach beizubringen; ich war damals knapp 9 Jahre alt.

 

Er gab er uns stets gerade soviel Material vor, dass wir die Mehrheit der Partien zu gewinnen vermochten, d.h. unser Spass blieb ungetrübt.

 

Es dauerte kein Jahr, bis ich meine Brüder schlagen konnte und auch nur vier Jahre,

bis mir mein Vater nichts mehr vorgeben konnte.

 

Oft lud er Nachbarn zum Schach ein, und nach 1-2 Partien sollten sie mal gegen mich spielen, hatten aber keinerlei Chance!

 

  è "Schwierige" Nachbarn

 

Mit gut 11 Jahren war dann der nächste Schritt fällig: Im Jelmoli gab der allseits bestens bekannte Schachmeister Walter Hennbeberger einen Turnierschach-Kurs: Wie lauten spezielle Regeln wie die Rochade, en passent-schlagen usw. genau und wie notiert man eine Partie?

 

Im Anschluss sollte dann ein fünfrundiges Turnier stattfinden und alle waren sogleich qualifiziert, im folgenden Herbst an einem siebenrundigen Turnier teilzunehmen!

 

   è Meines Vaters Warnung

 

Nach diesen erfolgreichen Turnieren ging's wieder etwas an die Weiterbildung, NEIN nicht an die aufwendige Eröffnungstheorie, diese interessierte mich weder damals noch heute!

 

Mein Vater war der Ansicht, dass wenn man ausschliesslich "normale" Züge mache in der Eröffnung, man zu bereits 90% auf dem richtigen Pfad sei.

 

Sein Rezept lautete "Zeit/Raum/Kraft", d.h. keine Figur unnötigerweise zweimal ziehen in der Eröffnung; jede gezogene Figur soll am neuen Standort mehr Kraft und Wirkung entfalten; der zentrale Raum soll Zug um Zug mehr von eigenen Figuren kontrolliert werden.

 

Ein sehr einfach zu befolgendes Rezept, fand ich und steigerte meine Spielstärke stetig.

 

 è Zürich 1959 & ZEIT/RAUM/KRAFT 


Mit knapp 17 Jahren trat ich dann - nach kleineren Bedenken meiner Eltern - in den Arbeiterschachclub Uster ein und wollte mich auch gleich für die Clubmeisterschaft einschreiben.

 

Aber wie so üblich sollte ich wie andere Neue auch im C beginnen, damals hatten die Clubs noch deutlich mehr Mitglieder: in den Klassen A, B und C spielten je 12-17 Mitglieder!

 

Nach ein paar freien Partien erkannte man "eine gewisse Stärke" und liess mich im B spielen - welches ich dann in der Folge dominierte und mit grossem Abstand gewann, - wieder ein Sieg auf Anhieb!

 

    è Der "graue" Karl

 

Meine Spielstärke wuchs, und dies wollte ich auch "schriftlich" haben. Aber damals wurde noch keine Führungsliste für die mittleren und schon gar nicht für die unteren Kategorien geführt, also beschloss ich kurzerhand, für den Schachclub Uster eine eigene - vereinfachte - Führungsliste zu berechnen:

 

     è Eine einfache Führungsliste

 

Mit knapp 19 Jahren durfte ich, da mein Vater bei der SBB arbeitete und im SEV-Schachclub Mitglied war, an einem SEV-Stundenturnier teilnehmen.

 

Wie üblich stellte sich die Frage A oder B, ich plädierte trotz Widerstand für die obere Klasse und setzte mich mit 6 Siegen gegen die letzten 6 Vereinsmeister mit einem weiteren 100%-Resultat an die Spitze.

 

Damals begann auch meine "Karriere" der offiziellen Turniere wie Bundesturnier und SEM; erstmals war ich in Thun dabei. 

 

     è Fingerfehler in Thun ?!?

 

1965 begann der SEM-Reigen mit Bern (HT-III), Lugano (HT-II), Biel und Luzern (beide HT-I). 

 

1965 stieg ich ins HT-II auf, 1966 gewann ich in Lugano das HT-II mit 6 aus 7, 1967

schnupperte ich dünnere Luft in Biel und 1968 war ich in Luzern Co-Sieger im HT-I, u.a. geteilt mit dem Junior Werner Hug!

 

Während meiner Lehrzeit war ich auch regelmässiger Besucher des Café Select, der Schachhochburg in Zürich. Mit zwei Stunden Mittagspause reichte es gut für ein paar Blitzpartien, manchmal überzog ich sogar etwas ...

 

Im Select traf man auch stets den "Profi" Hofstetter an, der immer wieder neue Kundschaft mittels Vorgabepartien anzulocken vermochte.


      è Die "Aera Hofstetter"

 

Ein spezielles Erlebnis war mein erstes Auslandsturnier 1967: "Tienkampen" im Hoogovens-Turnier in Beverwijk, Holland.

     è Zwischenfall im Kenemer Theater

     è Der unverwüstliche Lutikov

 

Der Schachclub Uster war auch ein halber Jass-Club, so gegen 22:00 wanderten die ersten Schächer ab ins Restaurant, um dort dem nächsten Hobby zu frönen.

Den Jass lernte ich schon als 6-Jähriger kennen, fühlte mich also auch dort sehr wohl. Aber beim grauen Karl lernte ich auch ordentlich Skat zu spielen. Folglich meldete ich mich zur Skat-Meisterschaft des deutschen Clubs in Uster an - und wurde sensationell Zweiter - hinter dem Sieger Karl !!


Mit dem Umzug von Uster nach Meilen begann eine schachliche Neuorientierung und ich spielte in der Folge praktisch nur noch für die SG Zürich, und zwar über ein Dutzend Jahre in der National-Liga B; damals reichten 2000 ELO-Punkte locker...

 

Im Verlaufe der nächsten Jahre durfte ich mich viermal in einem Simultan-Anlass gegen reputierte Grossmeister messen:

- Salo Flohr: Remis
- Liubojevic: Remis

- Kortschnoi: Remis, ich hatte mit einer

  Ueberraschungskombination eine Figur

  gegen zwei Bauern gewonnen!

- Smyslov (10 Bretter mit Uhr): Verlust, 

   aber ich "beschäftigte" Smyslov mit einem

   doppelten Figurenopfer währen 75 Min.

   an meinem Brett, was den anderen nützte

 

Nach dem nächsten Umzug spielte ich einer Reihe von anderen Clubs: Pfäffikon ZH, Réti, Oerlikon und wieder Pfäffikon ZH.

 

      è Welcher Wein passt ?

 

Dann folgte eine schachliche Pause von fast 15 Jahren, bevor ich 1997 in Wil SG wieder aktiv wurde:

- Einerseits mit neuen Taktik-Kursen

- Andererseits mit dem Gewinn der offenen

  "Wiler Stadtmeisterschaft": Wieder ein

  Sieg auf Anhieb!

 

2005 spielte ich in Zürich das erste mal bei den Senioren mit: 4. Rang ohne Verlust!

Dabei lernte ich Livio Mazzoni kennen, der mich dann 2009 nach Lenzburg lockte.

 

Dort spielte ich in der Vereinsmeisterschaft mit und erzielte mit 13.5 aus 14 ein sagen-haftes Resultat, exakt punktgleich mit dem zigfachen früheren Clubmeister Björn! Erst die fünfte Wertung (!!, tiefere ELO-Zahl) brachte mir den Meistertitel ein!

 

Das "Simultan des Clubmeisters" gegen sechs Mitglieder gewann ich wieder einmal mit einem 100%-Score.

 

2014 gewann ich noch eindrücklich ein Blitzturnier; bei den Senioren gelang mir 2015 mein erster Turnier-Sieg.

 

     è Jüngste Erfolge


Anekdoten, Glossen, (Un-)Lustiges

è nach Datum aufsteigend


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S07-Zwischenfall im Kennemer-Theater.pdf
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